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Von der Hexerei zur Gemeindegründung

Von der Hexerei zur Gemeindegründung: CHINNA RAO: Ich wurde in eine Hindu-Familie geboren. Meine Eltern waren Analphabeten und wir lebten in ländlicher Gegend. Meine Eltern waren hingegebene Götzenanbeter, die auch Hexerei betrieben und ihren Götzen Tieropfer darbrachten. 1998 kam ein Evangelist an unseren Ort underzählte von Jesus Christus. Aber meine Eltern jagten ihn aus dem Dorf. Ein paar Jahre später kam derselbe Mann wieder in unser Dorf und brachte eine Gruppe junger Leute mit sich, die Traktate und Hefte verteilten. Ich las diese Hefte und Bücher. Eines Tages wurde ich auf eine Bibelstelle aufmerksam: 2. Korinther 15,58. Ich erkannte, dass wir schon seit Generationen in diesem Dorf lebten und dass wir seit Generationen mit den gleichen Krankheiten und Problemen kämpften ohne dass man irgendeinen Fortschritt erkennen konnte. Ich erkannte dass die Ursache dafür darin lag, dass wir nicht den wahren Gott anbeteten. Ich erzählte davon meinen Eltern und obwohl sie anfangs dagegen waren, sahen sie es schließlich ein. Also beschlossen wir als Familie mit den Tieropfern aufzuhören, schmissen alle Götzenfiguren aus unserem Haus raus und luden den Pastor ein in unserem Haus eine Gebetsversammlung abzuhalten. Am selben Tag noch bekannten wir vor Gott unsere Sünden und nahmen Jesus als Herrn und Heiland an.

Später ließen wir uns auch taufen. Nachdem wir Jesus in unser Leben eingeladen hatten, erlebten wir wie Gott uns anfing zu segnen und wie die Atmosphäre in unserer Familie so friedevoll wurde. Mit der Zeit wuchs ich im Glauben und 2007 gab Gott mir die Vision, dass ich sein Zeuge für meinen Stamm, die Savara, sein sollte, weil sie den lebendigen Gott noch nicht kennen, in Dunkelheit leben und böse Dinge praktizieren. So kam ich zum Asha Jyothi Gemeindegründer-Seminar, damit ich mehr über die Schrift lehre und wie ich am besten meiner Savara-Gemeinschaft dienen kann. Bitte betet für mich und meinen zukünftigen Dienst.   Oktober 2014

Team- und Einsatzgedanken

Seit ein paar Jahren haben wir von Globe Europe (neu Globe Mission) entdeckt, wie wichtig der Teamgedanke ist. Teams sind relativ kleine Gruppen von Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben. Jeder von ihnen hat Verantwortung übernommen, das Ziel zu erreichen und alle haben auch gemeinsam Anspruch auf die Belohnung. Die Teammitglieder stellen ihre individuellen und persönlichen Bedürfnisse zurück um des gemeinsamen Zieles willen.

Hört die Gemeinde die Worte Jesu, allen Menschen das Evangelium zu bringen und gehorcht ihnen, wird aus ihr in obigem Sinne ein Team, zugegeben ein sehr großes. Vielleicht ist es besser, die Ortsgemeinde dabei vor Augen zu haben.

Wenn ein Team funktioniert, ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen weit besser als die Summe der Ergebnisse aller Teammitglieder, wenn sie jeweils alleine gearbeitet hätten. Das ist ein Grund für Teams.

Im Team werden allerdings auch die Schwächen der Teilnehmer viel sichtbarer. Die Gefahr besteht, dass sich Einzelne über die Schwächen andere profilieren wollen. Die Herausforderung ist, das eben nicht zu tun, sondern die Stärken zu suchen und herauszuarbeiten. Das kann echt mühsame Arbeit sein. Aber wenn sie gelingt, kann man über die Ergebnisse nur staunen.

Wichtigster “Teampartner” ist der Heilige Geist. Jesus sendet uns, dass wir gehen und sagt aber auch, dass wir ohne ihn (d.h. seinen Stellvertreter) nichts tun können. Das ist Partnerschaft im Team.

Wenn Teams z.B. auf einen Missionseinsatz gehen, bleibt ihr Erfolg begrenzt bis sehr begrenzt, wenn nicht auch ein Teil des Teams zuhause bleibt. Der zuhause gebliebene Teil des Teams ist erstens nicht den geistlichen Angriffen so ausgesetzt, wie der Teil des Teams, der das Territorium des Feindes angreift, und auch nicht so abgelenkt, durch Land und Leute und all das Neue, das auf das Team einströmt. Das Team, das zuhause bleibt, deckt das Team, das gegangen ist, im Gebet ab gegen die Angriffe von außen und innen. Es sucht den Herrn, es ist mit Gebet und Flehen vor dem Thron Gottes. Es hat diesen Teil des Dienstes übernommen, damit alle gemeinsam das Ziel erreichen. Die Hingabe (Zurückstellen eigener Bedürfnisse) die dafür gebraucht wird, ist mindestens die gleiche, wie bei dem anderen Teil des Teams. Und der Lohn, die Freude über erreichte Ziele, ist ihnen genauso gewiss.

Berufen an diesem Auftrag teilzunehmen sind alle, aber nicht jeder am gleichen Ort oder mit der gleichen Aufgabe. Wo ist dein Platz und was deine Aufgabe?

Hier einige Details zum Einsatz aus einem E-Mail an Interessenten für die Reise:

Was machen wir dort eigentlich, bin ich gefragt worden. Ein Kinderheim zu besuchen und mit den Kindern ein bisschen Spaß zu haben, ist es sicher nicht alleine. Wir werden mit den Kindern Gemeinschaft haben, mit ihnen beten, sie segnen. Vielleicht werden mit dem einen oder anderen Elternteil auch Kontakt bekommen – nicht alle Kinder sind Vollwaisen. Aber es gibt etliche andere Kinder im Dorf und in der Nachbarschaft des kleinen Kinderheims. Wir können kreativ sein und uns etwas ausdenken, was wir mit den Kindern alles anstellen. Vielleicht etwas basteln, vielleicht einen Ausflug machen, vielleicht sogar irgendwo anders mit ihnen übernachten. 

Das könnte aber dann nur am Wochenende sein, falls nicht gerade Ferien sind – kläre ich noch ab. Wir haben Gemeinschaft mit der Familie, die sich um die Kinder kümmern, N. und seine Familie. Wir haben Hausgemeindetreffen, in der wir miteinander beten und einander segnen und ermutigen. Wir haben Kontakt mit der Bevölkerung und sind aufmerksam, wo Gott Möglichkeiten schenkt, Freundschaften zu bilden und das Evangelium weiterzugeben, was nur mit den einheimischen Leitern zusammen geht wegen der Sprachbarriere. Die Verständigung mit den Leitern geht auf Englisch.

Von dort machen wir Ausflüge in die Gegend um in Gebetsmärschen und besonderen Gebets- und Fürbittezeiten den Namen Jesus zu erheben und das geistliche Klima zu verändern. Das gilt auch für die Reise zum Kinderheim und ebenso die Rückreise. Als Rückreise ist geplant einen anderen Weg zu nehmen, um auch dort zu beten und Gott groß zu machen. Falls das Trainingscenter neue Sponsoren gefunden hat, können wir auch mit den Studenten Zeit verbringen, unsere Zeugnisse erzählen oder auch Lehren weitergeben.

Wir werden Kindergärten besuchen, die von IN.touch gesponsert werden, wenn es irgend möglich ist. Vieles hängt davon ab, wie heikel die Situation gerade ist. Der Verfolgungsdruck für die christliche Kirche ist ziemlich stark.

Wenn das Team feststeht, schicke ich auch einen Reiseplan, damit man noch besser sieht, was uns erwartet und wo wir wann sein werden – auch für das Gebetsteam zuhause. Dieser Plan kann sich aber durchaus ändern.

Ihr könnt euch durch Gebet und Fasten vorbereiten.

Armin Weißenfels, Einsatzleiter

Sie hatten Gunst beim ganzen Volk

„Dienen“ kann so unterschiedlich aussehen und kann so unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Missionare dienen der indischen Bevölkerung, indem sie die Liebe Jesu sichtbar machen sehr oft durch sogenannte diakonische Hilfe. Dann erklären sie, wieso sie das machen und dass sie nur ausführen, was Gott ihnen aufgetragen hat, weil Gott gerade die Armen liebt. Und das benutzt der Heilige Geist wiederum, um ihnen Jesus zu offenbaren. Viele Menschen reagieren darauf und verlassen die Religion, die ihnen nicht helfen konnte und die sie zusätzlich in Ängsten gebunden hielt.
Da diese diakonischen Dienste ganz natürlich bedürftigen Menschen zunutze sind, sind es eben die Armen, die ihre Hoffnung auf Jesus setzen. Was wiederum den Menschen nicht gefällt, die bisher die Armut und Hoffnungslosigkeit von Menschen ausgenutzt haben und es auch weiter tun wollen.
Und deshalb reagieren viele von ihnen darauf mit Drohungen und Gewalt. Sie nutzen jeden Anlass zur Denunzierung. Und sie wiegeln die Massen auf, wie es uns auch aus der Apostelgeschichte vielfach berichtet wird.
Vielleicht fragt man sich angesichts der vielen Toten und Verletzten, ob man nicht alles beim Alten hätte belassen sollen. Ist das, was gut gemeint war, nicht ins Gegenteil ausgeschlagen?
Nein, es muss geholfen werden, selbst wenn es andere zunichte machen wollen. Das Evangelium muss verkündigt werden. Gott will retten. Der Feind will zerstören. Und das wird sichtbar. Der Teufel ist los. Aber wir lassen uns von ihm nicht ins Bockshorn jagen. Er ist schon besiegt. Wie dienen wir aber jetzt?
Wir verstärken die Anstrengungen! Wir beten und fasten für unsere Geschwister; wir schreiben Petitionen an die Regierung; wir sammeln Geld, um mit Hilfsgütern unseren Geschwistern in den Lagern zu helfen oder Wiederaufbauhilfe für Tausende von zerstörten Häusern und Kirchengebäuden zu leisten. Das geschieht in unseren Hausgemeinden in Nordindien, im Trainingscenter in Chandigarh, aber genauso hier in Deutschland.
Aber wir sind auch weiter in dem treu, was der Herr uns schon anvertraut hatte:
Die Kinder im Kinderheim sind so froh, dass man sich auch weiterhin gut um sie kümmert. Das Geschwister-Terzett Narayan, Inder Vanshi und Krishna hat hier die Verantwortung. Alle Kinder haben inzwischen Paten, die für sie beten und sie monatlich finanziell tragen.
Ab Januar geben wir wieder zwei Kindergärten komplett in einheimische Hände. Die Hausgemeinden tragen dann die finanziellen Lasten. Da die Anzahl der Unterstützer zunimmt, wollen wir ebenfalls zu Jahresanfang gleich 3 neue Kindergärten starten.
In Monat November ging der geplante Kindergarten unter den Irula in Betrieb. Wir preisen den Herrn, dass er nun auch uns gebraucht, seine Vision für diese Volksgruppe zu erfüllen.
Ein Glaubensprojekt ist nach wie vor das Trainingscenter in Chandigarh. In diesem Jahr hat sich Gott zu unserem Glauben gestellt und uns mit den nötigen Mittel versorgt. Wir glauben, dass das auch im nächsten Jahr sein wird. Wir suchen noch Gemeinden oder Personen, die die Monate März – Dezember mit je 600 Euro übernehmen. Wir säen in Menschen, die bereit sind, auf den reifen Erntefeldern in Indien die Ernte einzuholen.

Gott segne euch für alle Opfer, die ihr wegen des Evangeliums aufbringt.

IN.touch, Oktober 08